Versorgung

Impfen stärkt die Zukunft Ihrer Apotheke

Impfangebote verändern die Rolle der Apotheke spürbar. Wie sie Stabilität schaffen und die Bindung zu Patientinnen und Patienten stärken können.
Veröffentlicht: 30.04.2026
Apotheker und ältere Patientin unterhalten sich stehend in stilisierter Apotheke.
Das Wichtigste in Kürze
  • Stärkere Rolle Ihrer Apotheke:Mit Impfangeboten übernehmen Apotheken zusätzliche Verantwortung und werden noch stärker als Teil der Gesundheitsversorgung wahrgenommen.
  • Mehr Impfangebote schaffen stabile Strukturen:Durch ein breiteres Impfangebot lassen sich Abläufe besser planen und Ressourcen kontinuierlich einsetzen.
  • Regelmäßige Impfkontakte fördern Kundenbindung:Wiederkehrende Impfungen schaffen neue Kontaktpunkte und stärken das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in Ihre Apotheke.

Impfen stärkt die Rolle und Wahrnehmung Ihrer Apotheke im Gesundheitssystem

Mit dem Angebot von Schutzimpfungen verändert sich die Rolle Ihrer Apotheke im Gesundheitssystem und für die Patient*innen vor Ort spürbar. Sie bringen Ihre fachliche Expertise nicht mehr nur in der Beratung und Arzneimittelversorgung ein, sondern bieten den Patientinnen und Patienten auch weiteren, direkten Nutzen durch einen unkomplizierten Schutz vor Infektionskrankheiten. 

„Impfungen anzubieten zeigt, dass wir Verantwortung übernehmen und unsere Kompetenz direkt für die Versorgung der Menschen einsetzen können. Außerdem ist es ein Service, der nur vor Ort erfolgen kann und damit Vertrauen und persönlichen Kontakt vertieft.“, sagt Apothekerin Cornelie Rau, Inhaberin der Kapell-Apotheke in Heidenheim. Rau und ihr Team bereiten derzeit alles vor, um künftig Impfungen in ihrer Apotheke anbieten zu können. 

Mit der geplanten Erweiterung der Impfkompetenzen durch die Apothekenreform wird diese Entwicklung weiter gestärkt. Dass qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker künftig ein breiteres Spektrum an Impfungen durchführen dürfen, festigt ihre Rolle als wichtige Ressource in der Patientenversorgung.

„Viele Patientinnen und Patienten reagieren sehr positiv auf unsere Ankündigung, dass wir bald das Impfen anbieten werden“, berichtet Cornelie Rau. „Sie schätzen es, wenn sie sich wohnortnah impfen lassen können und wir sie persönlich begleiten.“

Impfen wird dank der Reform für Apotheken attraktiver 

Damit Impfangebote langfristig bestehen können, sollten sie organisatorisch gut planbar und tragfähig sein. Viele Apotheken stellen sich deshalb die Frage, ob sich der zusätzliche Aufwand dauerhaft in den Arbeitsalltag integrieren lässt. 

Ein entscheidender Faktor ist dabei die Möglichkeit, das neue Angebot effizient zu organisieren. 
Klare Abläufe, eingespielte (digitale) Prozesse und standardisierte Terminstrukturen ermöglichen es, Impfungen zügig durchzuführen und viele Patientinnen und Patienten in einem planbaren Zeitrahmen zu versorgen. 

Durch die Apothekenreform entstehen neue und bessere Voraussetzungen: wenn künftig mehr Impfstoffe angeboten werden dürfen, lassen sich die Impfungen nicht nur saisonal, sondern über das ganze Jahr hinweg einplanen. Diese Kontinuität ermöglicht eine durchgehende Auslastung vorhandener Ressourcen und Kapazitäten.

Passend dazu

Anmeldung zur Impfung

Wiederkehrende Impfkontakte stärken die Kundenbindung

Ob Grundimmunisierung, Auffrischimpfung oder saisonale Schutzimpfungen – viele Impfungen begleiten Menschen über Jahre hinweg. Diese Kontinuität ermöglicht es, Patientinnen und Patienten immer wieder persönlich zu betreuen und ihre Gesundheitsvorsorge aktiv zu unterstützen

Mit jedem weiteren Kontakt wächst das Vertrauen. Patientinnen und Patienten erleben ihre Apotheke nicht mehr nur als Ort der Arzneimittelversorgung, sondern zunehmend als verlässlichen Partner in Gesundheitsfragen. So kann eine engere Beziehung entstehen, die über einzelne Beratungsgespräche hinausgeht. 

„Durch regelmäßige Impfangebote werden sicher ganz neue Kontaktpunkte mit unseren Patientinnen und Patienten entstehen“, sagt Apothekerin Cornelie Rau. „Wir kommen häufiger ins Gespräch über Prävention und können Menschen langfristig begleiten – das stärkt die Beziehung und das Vertrauen. Vor allem da einige Hausarztpraxen wegfallen und oft nicht gleich ein neuer Arzt gefunden werden kann. So sind zumindest die Impfungen durch Apotheken weiterhin gesichert.“ 

Langfristig kann diese Kontinuität dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten ihre Apotheke bewusst als festen Bestandteil ihrer Gesundheitsvorsorge wahrnehmen. Impfende Apotheken werden so zu einem wichtigen Baustein, um Impfquoten langfristig zu steigern.

Auch interessant

Sie wollen mehr?
Jetzt zum kostenlosen Newsletter anmelden und über aktuelle Entwicklungen informiert bleiben!
NP-DE-GVU-WCNT-260007, 04/2026