Qualifikation

Fit fürs Impfen: So qualifiziert sich Ihr Team

Erfahren Sie, welche Qualifikation nötig ist und wie Sie Ihr Team optimal vorbereiten.
Veröffentlicht: 30.04.2026
Am Schreibtisch sitzende PTA bespricht Daten mit stehender Apothekerin in stilisiertem Büro.
Das Wichtigste in Kürze
  • Impfen erst nach Qualifikation: Voraussetzung ist die verpflichtende Schulung nach § 20c IfSG (ca. 14 Fortbildungsstunden mit Theorie- und Praxisteil) und der entsprechende Nachweis.
  • Schulung über die Landesapothekerkammern:Anmeldung und Termine laufen in der Regel über die Fortbildungsportale der jeweiligen Kammern.
  • Weitere, freiwillige Fortbildungsmöglichkeiten:Ergänzende Schulungen für das Apothekenteam – wie von der Impfakademie – stärken Sicherheit bezüglich der verwendeten Impfstoffe, Aktualität und effiziente Abläufe.

Impfschulung nach § 20c IfSG: Voraussetzung für die Impfberechtigung

Erst wenn Sie als approbierte Apothekerin oder approbierter Apotheker an der verpflichtenden Impfschulung teilgenommen haben, dürfen Sie selbst impfen. Die Impfschulung orientiert sich am Curriculum der Bundesapothekerkammer (BAK) und umfasst sowohl theoretische Inhalte (z. B. Impfstoffe, Aufklärung, Kontraindikationen) als auch praktische Elemente (z. B. Injektionstechnik, Notfallmaßnahmen).1

Kammer-Zertifikat: Anmeldung über die Landesapothekerkammern

In vielen Bundesländern wird die Impfschulung von den Landesapothekerkammern angeboten. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Kammer-Zertifikat als Nachweis Ihrer Impfberechtigung. 

Die konkrete Terminplanung und Anmeldung finden Sie dort meist über die Fortbildungsportale. Ein Blick in den Fort- und Weiterbildungskalender Ihrer Kammer lohnt sich frühzeitig, da die Plätze für Impfschulungen oft schnell vergeben sind.

Die Fortbildung dauert insgesamt etwas mehr als einen Arbeitstag

Der Umfang der Schulung ist von Angebot zu Angebot unterschiedlich, das BAK-Curriculum spricht von 14 Fortbildungsstunden à 45 Minuten, verteilt auf Selbststudium und Theorie (8h, keine Präsenzpflicht) sowie praktische Übungen (6h in Präsenz, wird häufig an einem Nachmittag abgehalten). 

Hier ist ein Beispiel einer Schulung und ihrer Inhalte:2

Schulung: Impfung in der Apotheke

14 Fortbildungsstunden a 45min:

  • Teil 1 (2 x 45min, kann im Selbststudium durchgeführt werden):

    Aufklärung; Anamnese; Information für die Durchführung; Verhalten nach der Impfung

  • Teil 2,3 & 4 (insgesamt 6 x 45min, kann ortsunabhängig durchgeführt werden, 
z.B. Live-Online-Vortrag):
    Influenza und COVID-19 Theorie; Durchführung der Impfung

  • Teil 5 & 6 (insgesamt 6 x 45min, muss in Präsenz in einem Seminar durchgeführt werden):
    praktische Übungen; Maßnahmen der Ersten Hilfe bei Impfreaktionen

Nach Abschluss wird eine Bescheinigung ausgestellt, die den Nachweis der Qualifikation dokumentiert.3

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Passend dazu

Ergänzende fachliche Fortbildungen

Über die notwendige Qualifikation hinaus kann es sinnvoll sein, weitere Schulungen zu besuchen, zum Beispiel zu folgenden Themen:

  • zu aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) 
  • Impfempfehlungen für spezielle Patientengruppen 
  • Aufklärung und Kommunikation mit Patientinnen und Patienten 
  • Hygiene und Dokumentation in der Praxis 
  • Notfallmanagement bei Impfreaktionen

Solche Angebote bieten unter anderem die Landesapotheker​​​​kammern, pharmazeutische Fortbildungsakademien oder externe Fortbildungsplattformen an. Eine Übersicht der zuständigen Kammern finden Sie bei der BAK.

Stöbern Sie gerne auf der Seite der Impfakademie, um sich zu den kommenden Fortbildungen zu informieren. 

PTA-Schulung und interne Fortbildung im Team

Auch das unterstützende Personal kann nach entsprechender Schulung bei bestimmten Schritten im Impfprozess unterstützen – etwa bei Themen wie Hygiene, Dokumentation oder Materialmanagement. Diese internen Schulungen müssen zwar nicht ärztlich begleitet sein, sollten aber inhaltlich zur Aufgabe passen und dokumentiert werden (z. B. im Qualitätsmanagement-System). Neben Angeboten der Landesapothekerkammern können auch ausgewählte Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte (z. B. von der Impfakademie) für PTAs inhaltlich sinnvoll sein.1

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Quellen
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NP-DE-GVU-WCNT-260014, 04/2026