Versorgung 

Besserer Zugang zu Impfungen stärkt den Patientenschutz

Viele Menschen möchten sich impfen lassen, stoßen jedoch auf Hürden. Wie zusätzliche Impfangebote den Zugang erleichtern und Patient*innen profitieren.
Veröffentlicht: 30.04.2026
Ältere Patientin sitzt in stilisiertem Impfzimmer. Im Hintergrund bereitet Apotheker Impfung vor.
Das Wichtigste in Kürze
  • Impfungen schützen vor schweren Erkrankungen:Sie reduzieren Krankenhausaufenthalte, schützen gefährdete Menschen und entlasten das Gesundheitssystem.
  • Organisatorische Hürden erschweren derzeit die Impfprävention:Fehlende Termine, Wartezeiten oder eingeschränkte Erreichbarkeit führen dazu, dass empfohlene Impfungen nicht immer wahrgenommen werden.
  • Niedrigschwellige Impfangebote verbessern den Zugang: Zusätzliche Angebote erleichtern die Wahrnehmung empfohlener Impfungen und können helfen, Impflücken zu schließen.

Warum Impfprävention entscheidend für den Patientenschutz ist

Schutzimpfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen der Prävention. Sie verhindern schwere Krankheitsverläufe, reduzieren Krankenhausaufenthalte und schützen besonders gefährdete Menschen wie Ältere oder chronisch Erkrankte. 

Darüber hinaus leisten Impfungen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der gesamten Bevölkerung: 
Je besser der Impfschutz in der Bevölkerung ist, desto geringer sind die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und das Risiko von Versorgungsengpässen im Gesundheitswesen.

Auch für das Gesundheitssystem insgesamt hat eine gute Impfprävention große Bedeutung: Weniger Krankheitsfälle bedeuten weniger Krankenhausaufenthalte, weniger Arbeitsausfälle und eine geringere Belastung für medizinisches Personal. Das ist besonders in Gegenden mit zunehmendem (Haus-) Ärztemangel von Bedeutung. Damit tragen Schutzimpfungen wesentlich dazu bei, die Gesundheitsversorgung langfristig stabil zu halten.2,3

Hürden erschweren derzeit die Steigerung der Impfquote 

Trotz der großen Bedeutung von Impfungen bestehen häufig organisatorische Hürden, die eine konsequente Impfprävention erschweren. Fehlende Termine, lange Wartezeiten oder eingeschränkte Kapazitäten können dazu führen, dass empfohlene Impfungen nicht immer rechtzeitig wahrgenommen werden. 

Hinzu kommen zeitliche Herausforderungen im Alltag vieler Menschen. Berufliche Verpflichtungen oder familiäre Aufgaben erschweren es, Impfangebote flexibel zu nutzen. So entstehen Impflücken, die den individuellen Schutz und die öffentliche Gesundheit beeinträchtigen können. Bei Influenza liegt die gewünschte Impfquote der Risikogruppen, darunter ältere Menschen ab 60 Jahre, beispielsweise bei 75% – in Baden-Württemberg konnte in der Saison 2024/2025 aber nur eine Quote von 20% erreicht werden.4

Passend dazu

Impfungen in Apotheken

Impfangebote in Apotheken verbessern den Zugang zur Prävention

Für dieses drängende Problem in unserem Gesundheitssystem können Impfangebote in Apotheken Abhilfe schaffen. Apotheken sind wohnortnah erreichbar, haben lange Öffnungszeiten und sind für viele Menschen ein vertrauter Kontaktpunkt im Alltag. Dadurch entstehen zusätzliche Möglichkeiten, empfohlene Impfungen zeitnah, flexibel und ohne großen organisatorischen Aufwand wahrzunehmen. 

Besonders wichtig ist dabei der niedrigschwellige Zugang: Apotheken erreichen auch Menschen, die selten in Arztkontakt kommen oder bisher keine regelmäßige Anbindung an medizinische Versorgung haben, zum Beispiel in Regionen mit Hausärztemangel. Dadurch können neue Zielgruppen angesprochen und zur Teilnahme an empfohlenen Impfungen motiviert werden. 

Wenn Impfungen leicht erreichbar sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass empfohlene Impfungen tatsächlich durchgeführt werden.5 Auf diese Weise können Impfangebote in Apotheken einen wichtigen Beitrag leisten, um Impfquoten zu erhöhen und Impflücken zu schließen.

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Quellen
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NP-DE-GVU-WCNT-260008, 04/2026