Warum Impfprävention entscheidend für den Patientenschutz ist
Schutzimpfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen der Prävention. Sie verhindern schwere Krankheitsverläufe, reduzieren Krankenhausaufenthalte und schützen besonders gefährdete Menschen wie Ältere oder chronisch Erkrankte.
Darüber hinaus leisten Impfungen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der gesamten Bevölkerung:
Je besser der Impfschutz in der Bevölkerung ist, desto geringer sind die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und das Risiko von Versorgungsengpässen im Gesundheitswesen.1
Auch für das Gesundheitssystem insgesamt hat eine gute Impfprävention große Bedeutung: Weniger Krankheitsfälle bedeuten weniger Krankenhausaufenthalte, weniger Arbeitsausfälle und eine geringere Belastung für medizinisches Personal. Das ist besonders in Gegenden mit zunehmendem (Haus-) Ärztemangel von Bedeutung. Damit tragen Schutzimpfungen wesentlich dazu bei, die Gesundheitsversorgung langfristig stabil zu halten.2,3
Hürden erschweren derzeit die Steigerung der Impfquote
Trotz der großen Bedeutung von Impfungen bestehen häufig organisatorische Hürden, die eine konsequente Impfprävention erschweren. Fehlende Termine, lange Wartezeiten oder eingeschränkte Kapazitäten können dazu führen, dass empfohlene Impfungen nicht immer rechtzeitig wahrgenommen werden.
Hinzu kommen zeitliche Herausforderungen im Alltag vieler Menschen. Berufliche Verpflichtungen oder familiäre Aufgaben erschweren es, Impfangebote flexibel zu nutzen. So entstehen Impflücken, die den individuellen Schutz und die öffentliche Gesundheit beeinträchtigen können. Bei Influenza liegt die gewünschte Impfquote der Risikogruppen, darunter ältere Menschen ab 60 Jahre, beispielsweise bei 75% – in Baden-Württemberg konnte in der Saison 2024/2025 aber nur eine Quote von 20% erreicht werden.4